Das Planungsgebiet zum Bau der A33-Nord

Mit seiner vielseitigen und schönen natürlichen Umgebung dient das Nettetal den Bürgern der Region Osnabrück seit Generationen als Naherholungsgebiet.
Hier können sie ausspannen und sich erholen, oben erst weite Strecken mit dem Auto zurückgelegen zu müssen. Diese „grüne Lunge“ Osnabrücks bietet einen reizvollen Kontrast zu den ständig wachsenden Wohn- und Gewerbegebieten der Umgebung.
Seit den 70er Jahren laufen nun schon Pläne, die A33 durch dieses Tal zu verlängern und Osnabrück somit durch Autobahnen zu umzingeln. Argumentiert wird mit den ständig wachsenden Verkehrsströmen, kürzeren Fahrtzeiten und der Bedeutung der Wirtschaftregion Osnabrück.
Doch in dieser Diskussion werden einige Fakten gerne unterschlagen: Neue Autobahnen ziehen auch immer mehr Verkehr an. LKW, welche die mautpflichtigen Straßen umgehen wollen, werden sich auch weiterhin andere Wege suchen. Ca. 72 Millionen € für 10 Minuten Zeitersparnis zu investieren erscheint bei den derzeitigen wirtschaftlichen Verhältnissen äußerst fragwürdig. Zudem gilt das Planungsgebiet als „besonders wertvoll“ für die Natur.
Und es gibt seit vielen Jahren eine kostengünstigere und verträgliche verkehrspolitische Alternative: Die A1 wird zurzeit schon größtenteils 6-spurig ausgebaut. Die A30 ebenfalls auszubauen wäre nur logisch. Doch leider finden diese Aspekte bei den Befürwortern wenig Beachtung, sie handeln primär aus strukturpolitischen Erwägungen heraus.

Warum ist das Gebiet so wertvoll?

• Teile des Gebietes stehen heute schon unter strengem FFH-Schutz, weil hier bedrohte Tierarten leben.
• Mausohr- und Bechsteinfledermaus gehen im Planungsgebiet auf Nahrungssuche.
• Der ebenfalls stark bedrohte Kammmolch, findet hier einen Lebensraum.
• Auch der Hirschkäfer findet im Wald des Nettetals eine Heimat.
• Der selten gewordene Kiebitz brütet in der Netteaue, genau wie rund 40 weitere Vogelarten.
• Hier vorkommender Bruchwald mit hohem Totholzanteil ist stark zurückgegangen und deshalb besonders geschützt.

Auswirkungen auf die Natur durch den Bau einer Autobahn durch das Nettetal

• Durch Lärm und andere Störungen werden viele Tierarten massiv beeinträchtigt.
• Durch Unterbrechung der Wanderrouten können viele Amphibien ihre Laichgewässer nicht mehr erreichen.
• Durch die Trasse werden einige Arten isoliert.
• Das Grundwasser müsste abgesenkt und mehrere Bachläufe verlegt werden. Dies hätte zur Folge, dass viele Feuchtgebiete und Teiche trockenfallen und damit Lebensräume verloren gehen. Dadurch würden viele Pflanzenarten einfach verschwinden.
• Durch Straßenabwässer und durch den Einsatz von Tausalzen wird das Grundwasser weiter verunreinigt, welches wiederum den Boden und somit auch die Pflanzen und Tiere vergiftet.
• Großflächige Versiegelung des Bodens verändert das Ökosystem unwiederbringlich.

Flora und Fauna dagegen werden nachhaltig beeinträchtigt.

… auch der Mensch würde leiden:
• Nicht nur direkte Anwohner der neuen Trasse würden unter Lärm, Verschmutzung und starkem Zubringerverkehr leiden, auch der Naherholungswert würde stark beeinträchtigt.
• Durch den Neubau würde Osnabrück von Autobahnen „umzingelt“. Vermehrter Verkehr und erhöhte Abgase wären nur eine Folge.

• Zudem ist mit dem Bau neuer Gewerbegebiete entlang der A33 zu rechnen, so dass es zu weiteren Verlusten wertvoller Flächen kommen würde.

Soll das Nettetal wirklich für eine Zeitersparnis des Verkehrs von maximal 10 Min. geopfert werden?

Unterstützen Sie uns:
Das Umweltforum Osnabrücker Land, bei dem die BUND-Kreisgruppe Osnabrück ebenfalls Mitglied ist, hat einen „Nettetal-Schutzfond“ eingerichtet. Damit wollen wir ein Kontra zu den Spendensammlungen einiger Osnabrücker Firmen für den Bau der A33 setzen.
Sollte es trotz aller Argumente gegen den Bau doch zu einem Planfeststellungsverfahren kommen, wird das Umweltforum Klage dagegen einreichen. Die Aussichten auf Erfolg sind sehr günstig.

Umweltforum Osnabrücker Land e.V.

IBAN:  DE54 2655 1540 0020 8722 71

Kreissparkasse Bersenbrück 

Stichwort: Schutzfond Nettetal



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