BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


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NOZ: Wildkatzen im Teutoburger Wald?

Der folgende Artikel erschien in der Südkreis-Ausgabe der NOZ vom 29. Mai 2018.

Auf der Jahreshauptversammlung haben der erste Vorsitzende Josef Hugenberg sowie der zweite Vorsitzender und Geschäftsführer Matthias Beckwermert von der Kreisgruppe Osnabrück der Naturschutzorganisation BUND die laufenden Projekte vorgestellt. Dies berichtet die Kreisgruppe in einer Pressemitteilung. Das Projekt „Bienenbündnis Süd" hat in Zusammenarbeit mit dem Melleraner Verein Umweltschutz und Lebenshilfe sowie mit finanzieller Unterstützung der Landkreisstiftung, Sparkassenstiftung und weiterer Stiftungen aus, dem Landkreis in diesem Frühjahr knapp 50 Flächen neu eingesät. Mit dem regionaltypischen Saatgut Osnabrücker Mischung konnten die Naturschützer im Südkreis und im Raum Melle zwischen 100 und 5000 Quadratmeter große Flächen bearbeiten, auch neue Wiesenflächen bis 10000 Quadratmetern hat die Initiative übernommen. „Wir sind sehr froh, dass die Problematik des Insektensterbens in der Bevölkerung angekommen ist", so Beckwermert. Zudem stellte er noch das landesweite Wildkatzenerfassungsprojekt vor. Auch im südlichen Teil des Teutoburger Waldes werden Wildkatzenbestände vermutet. Ergebnisse lägen aber noch nicht vor.

 

NOZ: Blühende Streifen am Wegesrand

Der folgende von Andrea Pärschke verfasste Artikel erschien in der Südkreis-Ausgabe der NOZ vom 13. Juli 2018.

Bad Rothenfelde. Wegerandstreifen mit Sommerwiesen zu begrünen sieht nicht nur schön aus. Die Vorteile sind vielfältig. Deshalb hat Bad Rothenfelde nun alle Flächen ermittelt, die für das sogenannte „Osnabrücker Kompensationsmodell“ in Frage kommen. Und darüber hinaus.

Neben dem ökologischen und dem ästhetischen Nutzen haben Sommerwiesen an Wegerändern einen weiteren Vorteil: Die Gemeinde kann als Kompensationsfläche für Bauland genutzt werden. Das macht sich das „Osnabrücker Kompensationsmodell“ zu nutzen. Der Rat entschied nun den bisher eingeschlagenen Weg weiter zu gehen. Beraten worden war darüber bereits im Bau-, Umwelt- und Planungsausschuss. Ingo Zapp hatte vor diesem Gremium bereits erste Ergebnisse vorgestellt. Diese hatte er in Zusammenarbeit mit der Bad Rohenfelder „Baumschutzkommission“ ausgearbeitet.

Nicht nur als Kompensationsfläche

Gemeinsam hatten sie sich einmal ganz genau die Wegerandstreifen des Kurortes angesehen und kamen zu folgendem Schluss: Insgesamt 2,3 Hektar Teilflächen erfüllen die Voraussetzungen und verfügen über ein Mindestbreite von mehr als 2,5 Meter. Zapp und die Baumschuzkommission machten zudem eine ganze Reihe weiterer Flächen aus, die nicht breit genug sind, um Teil des Programmes zu sein – sie entfallen somit als Kompensationsfläche. Der Nutzen für Natur und Auge bleibt. Mithilfe der Naturschutzorganisation BUND, die sich bereit erklärt hat die Pflege zu übernehmen, könnten also auch hier in Zukunft Wiesen blühen.

Grenzen sichern

Möglich wird dies jedoch nur in Zusammenarbeit mit den Landwirten sein. Denn derzeit sind viele der Flächen teils überackert. Es wird also das Gespräch gesucht werden. Der Experte rät aber auch, die Grenzen zwischen Feldern und Wegerandstreifen mit Holzpfählen abzustecken. Die Erfahrung habe gezeigt, dass es sonst auch unbeabsichtlich zu einer Neubepflanzung der Wegerandstreifen durch landwirtschaftliches Saatgut kommen kann: „Es ist wichtig, die Grenzen zu sichern“. Denn gerade wenn die Flächen als Kompensationsfläche genutzt werde, könne das Überackern auch rechtliche Konsequenzen haben.

Sommerwiesen brauchen Zeit

Auch die Bepflanzung der Wegerandstreifen müssen Vorgaben erfüllen: Für die Blühwiesen schlug daher eine Spezialmischung vor, die aus regional typischen Pflanzen besteht. Ist etwas mehr Platz vorhanden, seien auch entsprechende Gehölze empfehlenswert. Insgesamt aber gelte, dass die Natur Zeit benötige, um sich zu entfalten. „Man sollte aber die Geduld aufbringen“, ermuntert Ingo Zapp. An einigen Stellen sprießten dort zunächst nur die Gräser. Aus ökologischer Sicht durchaus sinnvoll. Bei einigen, die blühende Sommerwiesen erwartet hatten, machte sich dann offenbar schnell Enttäuschung breit. Mancherorts wurde nachgesäht. Andernorts löst die Zeit so manches Problem. Den Rat überzeugten die Aussichten. Sie stimmten einstimmig dafür den eingeschlagenen Weg weiterzugehen.

Quelle: NOZ, https://www.noz.de/lokales/bad-rothenfelde/artikel/1395771/sommerwiesen-kompensieren-bauland-in-bad-rothenfelde

NOZ: Seltenes Flugsubjekt auf Kratzdistel

Dissen. Diesen Schwalbenschwanz (Papilio machaon) entdeckte der Rothenfelder Naturschutz-Aktivist Matthias Beckwermert auf einer Blühwiesenfläche in Dissen nahe Rotherts Brennerei. Im BUND-Projekt Blühender Landkreis Osnabrück mit Unterstützung der Stadt Dissen und der Naturschutzstiftung Landkreis Osnabrück ist die genannte Fläche seit 2017 Teil des Programms und wird vom BUND extensiv gepflegt. Gerade die Kratzdistel (nicht mit der hartnäckigen Ackerkratzdistel zu verwechseln) hat einen sehr hohen Nektaranteil, der für viele Schmetterlinge interessant ist. Die Raupe des Schwalbenschwanzes entwickelt sich vorwiegend auf Doldenblütlern wie Wilder Möhre, die auch auf der Wiese zu finden ist. Der BUND pflegt in Dissen über 15 Flächen und setzt dabei die Osnabrücker Regio-Saatgutmischung ein, die eine langfristige Wiesenmischung ist und im Regelfall nur eine Mahd im Jahr benötigt. Der BUND bietet zudem Bioheu in kleinen Bunden von seinen extensiven Wiesen an. Beckwermert: „Die Vielfalt der Schmetterlinge auf unseren Blühwiesenflächen ist eine sehr vielversprechende Antwort auf unser Projekt, das auch in Bad Rothenfelde und Hilter umgesetzt wird." Foto: Matthias Beckwermert

Quelle: NOZ Südkreis vom 13. Juli 2018

BUND Infostand auf der Landesgartenschau in Bad Iburg

 

Mit unserer Präsenz auf der LaGa möchten wir die Umweltbildung den Artenschutz und unsere  Verbandsarbeit in den Fokus stellen.

Unterhalb des Baumwipfelpfads beteiligt sich der BUND mit einem Infomationsstand. Sie finden hier nicht nur Infos zu unseren aktuellen Projekten, auch eine Nisthilfe und eine Einsaatfläche mit einer speziellen Feldblumenmischung steht zur Ansicht bereit.

Desweiteren sind wir im Rahmen des "Grünen Klassenzimmers“ vor Ort. Am Beispiel einer Hummel erklären wir den Schulklassen den anatomischen Aufbau der Wildbiene und führen einfache Bestimmungsübungen durch. Ein Spiel für die jüngeren Schüler zeigt die Bedeutung der Biene für Mensch und Natur. Unter Anleitung werden Dosennisthilfen angefertigt und Erläuterungen zu Wildbienennisthilfen gegeben.

Zudem sollen folgende Lernziele erreicht werden:

- verstehen von wichtigen ökologischen Vorgängen und Zusammenhängen zum Thema Wildbienen

- entdecken der heimischen  biologischen Vielfalt

- sensibilisieren für einen bewussteren Umgang mit Natur und Umwelt

Die Veranstaltungen des "Grünen Klassenzimmers"  finden unter der Leitung von Alessandro Colombo von April bis September statt.

Bioheu

12 Flächen zwischen 500m² und 3500m² hat der BUND um und in Dissen in den letzten Wochen mit der Osnabrücker Mischung eingesät. In enger Kooperation mit der Stadt Dissen ist somit eine erste Vernetzung der zukünftigen extensiven Wiesen geschaffen worden. Weitere Flächen folgen. Aber auch in Hilter und Bad Rothenfelde  haben Privatpersonen und Institutionen wie z.B. die Evangelische Kirche Flächen bzw. Wiesen zur Verfügung gestellt. Hier wird ab Ende Juni der Erste Schnitt folgen und damit auch das erste Heu geerntet.

Wer Interesse an hochwertigem BUND-Bioheu hat, melde sich bitte in der Geschäftsstelle.

Zeitungsartikel zum Projekt ,,Blumiger Landkreis Osnabrück''

 

<- bitte anklicken

 

 

 

 

 

 

 

Nach diesem Zeitungsartikel am vergangenen Samstag, können wir uns vor Anfragen und Angeboten kaum retten. Es ist überwältigend für uns, da das Thema Insektensterben uns ganz besonders anrührt. Da geht etwas Elementares verloren in unserer Landschaft. Diesen Trend zu stoppen, besser noch: die Vielfalt in unserer Landschaft wieder zu wecken, kann uns mit dem Netzwerk der Blühwiesen im Landkreis gelingen.  Kleine private Flächen können selber zur Blühwiese werden- nähere Informationen dazu geben wir gern, größere Flächen brauchen ein gutes Flächenmangemant, um jeder Fläche auch gerecht zu werden, denn: Jede Wiese, jeder Blühstreifen hat seine besondere Note, seine spezifischen Bedingungen und Pflegeansprüche. Wiese ist Kulturland, allerdings mit einer ungeheuren Vielfalt, wenn sie extensiv bewirtschaftet wird. Und das ist das große Ziel der Vereine "Umweltschutz und Lebenshilfe" und dem BUND Kreisguppe Osnabrück: Eine biotopvernetzende Wiesen-Struktur im Landkreis Osnabrück.

Für Spenden sind wir sehr dankbar, denn nur so können wir diese langfristige Gemeinschaftsaufgabe stemmen!

Für die vielen Flächenangebote möchten wir an dieser Stelle aber schon mal DANKE sagen!

Matthias Beckwermert

(Geschäftsführung BUND KG Os)

Liebe Naturfreunde,

nochmals Danke für Ihr Flächenangebot für das Projekt "Blühender Landkreis". Wie schon zuvor mitgeteilt haben wir sehr viele Anfrage zu bearbeiten und müssen nun für bestimmte Flächen um Eigeninitiative bitten. Größere Wiesenabschnitte oder umfangreichere Randstreifen werden wir für das Projekt in die Pflege nehmen und sind nun darauf angewiesen, das auch private Initiativen das Netzwerk weiter stützen. Die meisten Flächen können wir daher   nicht selber   extensiv bewirtschaften, möchten Ihnen aber gern folgende Tipps mit auf dem Wege geben, damit auch Sie eine langfristig blühende Fläche auf dem angebotenen Grundstück erreichen können:

1) Zertifiziertes Regiosaatgut erhalten Sie unter   info@rieger-hofmann.de

2) Boden sollte gut vorbereitet sein- je nähstoffärmer, um so artenreicher die Wiese

3) Boden wurzelnackt - Saatgut dünn auftragen und anwalzen 

4) im ersten Jahr kann eine sog. Schröpfmahd im frühen Sommer ungewünschte Wildkräuter (Distel, Melde etc.) unterdrücken - Mähgut immer abtragen. 

5) generell späte Mahd, um Insektenentwicklung und Samenentwicklung zu ermöglichen - Mähgut abtragen, um Stickstoff weiter zu entziehen

6) Mahd mit Balkenmäher ist naturschutzfachlich die beste Lösung (geringe Mortalität), sonst sensen.

Ich wünsche Ihnen Erfolg bei der Blumenwiese, stehe gern auch für Fragen zur Verfügung (gern diese mail-Adresse) und danke für ihr Engagement, damit unsere Landschaft wieder lebendiger wird.

Herzlichst

Matthias Beckwermert

(BUND-Geschäftsführung KG Osnabrück)
m.beckwermert@aim.com

Tiere des Jahres 2018

Der Große Fuchs (Nymphalis polychloros) ist ein Tagfalter aus der Familie der Edelfalter.

Dank seiner orangefarbene Flügeloberseite mit den deutlich erkennbaren schwarzen Punkten und den gelben und weißen Bereichen ist er leicht zu bestimmen. Um sich zu ernähren fliegt er im Frühjahr gerne blühende Weiden an, um sich von austretenden Säften zu ernähren.  Besonders viel verbreitet ist der Große Fuchs auch in Deutschland. Er lebt in hellen, lichten Wäldern, auf verbuschtem Trockenrasen und in Obstgärten. Allerdings ist er, wie alle anderen Insekten, durch die intensive Landwirtschaft auch bei uns gefährdet. Zum Schutz sollte man besonders der schwarz-orangenen Raupe genug Möglichkeit zum leben lassen.

Nachwuchs bei den Schafen

Bereits im letzten Jahr gab es die Vermutung, dass mindestens eines unserer Schafe trächtig sein könnte. Die Schafsbäuche wurden mit der Zeit immer runder und runder, ob aufgrund einer Trächtigkeit oder nur wegen des guten Nahrungsangebots vor Ort war uns allerdings lange Zeit nicht klar. Kurz vor Weihnachten kam dann allerdings die Bestätigung in Form eines kleinen braunen Lämmchens, das in der Nacht vom 21. auf den 22. Dezember 2017 geboren wurde - ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk und ganzer Stolz unserer Kreisgruppe.

Aber damit war es nicht genug: Am 08. Januar 2018 erblickte ein zweites Lamm das Licht der Welt. Es ist klein, lackschwarz und durchaus dazu in der Lage sich Gehör zu verschaffen, wenn die Mutter nicht sofot zur Stelle ist.

Neugierig und munter tollen die beiden Lämmer nun mehr oder weniger holprig über ihre Wiese in Ostercappeln und die Fütterung der Schafsherde macht uns noch mehr Spaß als zuvor. Außerdem sind wir fleißig auf der Suche nach den passenden Namen und haben natürlich schon eifrig Fotos von unserem BUND-Nachwuchs gemacht.

BienenBündnis Süd

Eine Initiative vom BUND Kreisverband Osnabrück in Kooperation mit dem BienenBündnis Osnabrück. Neugierig? Hier erfahren Sie mehr.

Quelle: http://www.osnabrueck.bund.net/startseite/